Schlagwörter

,

orangenbaumkuchen_zuhauseundunterwegsZeit – ja Zeit hat dieser Kuchen gekostet. Eine Menge. Was allerdings nicht nur dem reinen Abeitsaufwand geschuldet war, sondern der Tatsache, dass das Rezept schlicht und einfach nicht stimmt… der Baumkuchenteig viel zu zäh, was ein Auftragen der Schichten unmöglich machte. Ärgerlich, denn ursprünglich sollte es ein Sonntagskuchen werden. Die Orangenmasse allerdings schon auf dem Herd, das Marzipan ausgewalzt. Unverifizierte Rezepte sind heikel und leider oft zu finden, nicht nur im Internet auch in Backbüchern. Die Zutaten passen, jedoch nicht die Einheiten. Das ist mir bewusst. Mein <Zeitfenster> begrenzt, da mein Sonntagsmädchen gerade schläft, aber ganz bestimmt nicht solange, bis ich ein anderes Rezept rausgekramt und einen neuen Teig zusammengerührt habe. Und überhaupt: habe ich noch genügend Eier? Ich ärgere mich. Ich ärgere mich über mich selbst und merke wie die Tränen hochsteigen, bin kurz davor alles durch die Küche zu feuern. Da meldet sich mein Sonntagsmädchen – lautstark. Für den Moment ist das das Wichtigste. Wieder zurück in der Küche habe ich mich wieder beruhigt, ist doch nur bei besch… Kuchen; hängt nicht mein Leben dran. Es ist wunderbar, wie die Verhältnisse sich mit Kind relativieren, die Gelassenheit dazu hätte ich mir allerdings sofort gewünscht;) Zuletzt habe ich den Teig doch noch in den Ofen geschoben und gebacken, nicht in Schichten, sondern als Ganzes. Geschmacklich recht raffiniert, optisch miserabel, sodass der Kuchen am nächsten Tag als RumOrangenlikörkugel verarbeitet wurde. Und der Orangenbaumkuchen hat gestern auch noch seine Vollendung gefunden, wie ihr seht, allerdings mit einem erprobten Baumkuchenteig:)