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was_vom_tage_zuhauseundunterwegs

Es liegt nicht an der allgemeinen Schreib-Ermüdung, die es auf etlichen Blogs zu geben scheint, (MiMA hat hierzu eine spannende Diskussion angestoßen) dass schon wieder einige Zeit seit meinem letzten Post ins Land gestrichen ist. Es ist auch nicht der Mangel an Ereignissen. Nein, eher das Gegenteil trifft. So habe ich, kurz nach den Osterfeiertagen -wie viele Eltern, die ich kenne auch- Absageschreiben für alle Krippenplätzen erhalten. Oh ja; München ist hier gnadenlos und die Tatsache lässt einen erst einmal ratlos zurück. Nach einer kurzen Schockstarre – klar, hatte ich damit gerechnet, nur so definitiv, Schwarz auf Weiß, fühlte es sich doch nochmal ganz anders an- schlitterte ich in eine emsige Aktionsphase. Stiefelte taggleich zum Referat für Bildung und Sport, um mich beraten zu lassen. Und erfuhr dann wiederum direkt vor Ort, dass Beratungstermine nur telefonisch vereinbart werden können. Nach einigen Runden in der Warteschleife, habe ich auch sofort einen Termin erhalten, den ich auch in einer guten Wochen (!) wahrnehmen werde. Die Nachfrage ist sehr, sehr groß. Das beratende Personal begrenzt. Soviel zur städtischen Unterstützung. Darüber hinaus habe ich mich mit Freunden und Bekannten über Alternativen ausgetauscht, diskutiert und überlegt. Doch die bohrenden Fragen: Wie geht es weiter?  Kann ich, wie gedacht, meinen Job nach einem Jahr Elternzeit wieder aufnehmen? Wie wird mein Arbeitgeber auf die Tatsache reagieren, dass ich nicht sagen kann, wann ich wieder einsteigen werde? Welche Optionen gibt es? Vielleicht finde ich eine Tagesmutter? Oder doch einen privaten Krippenplatz? All diese Fragen darf man ganz alleine bestreiten. Die Planungssicherheit, die ich doch so gerne hätte, die gibt es nicht. Nach der Aktionsphase kam ich rasch in eine Ernüchterungsphase und besann mich auf einen Ratschlag aus meinen alten Führungskräftezeiten: erst einmal auf den Baum klettern und die Dinge von oben betrachten, ehe operativ irgendwo sofort zuzupacken. Entwicklungen und Veränderungen brauchen Zeit. Und so laufe ich weiter – Tag für Tag. Entdecke die Welt mit meinem kleinen Sonntagsmädchen, backe mit ihr den ersten Sandkuchen, genieße die Hofflomärkte hier in München, treffe Gleichgesinnte. Und so werden weiter Ideen geschmiedet, verworfen und dann doch wieder abgewandelt. Alternativen entwickelt. Schritt für Schritt. Welche Erfahrungen habt Ihr bei Euch zu hause mit dem Thema Kinderbetreuung gemacht? Freu mich auf Inspirationen.